Wintergarten-Kosten: 5 versteckte Ausgaben, die teuer werden können

Viele Menschen träumen vom eigenen Wintergarten. Doch so ein Bauprojekt kann schnell teuer werden. So können beim Bau eines Wintergartens Kosten zwischen 10.000  und 100.000 Euro anfallen – abhängig von Art, Ausstattung und Qualität. Neben den offensichtlichen Kosten für Bau, Material und Planung, kommen noch weitere Kostenfaktoren hinzu, die im Vorfeld häufig übersehen werden. Wir verraten Ihnen, welche 5 versteckten Ausgaben Sie mit einkalkulieren sollten, um teure Überraschungen zu vermeiden.

Was kostet ein Wintergarten?

Was kostet ein Wintergarten pro Quadratmeter? Die Antwort darauf lautet: Es kommt darauf an. Denn die Kosten für einen Wintergarten variieren sehr stark. So hängt der Preis zum Beispiel davon ab, ob es sich um einen Kalt- oder Warmwintergarten handelt, welche Materialien verwendet werden und wie aufwändig die einzelnen Baumaßnahmen wie Fundament, Heizung etc. sind. Je nachdem können für einen Wintergarten Kosten von 500 bis 5000 Euro pro Quadratmeter anfallen. Auch ob Sie Profis engagieren oder den Wintergarten selber bauen spielt dabei eine Rolle.

Ein Kaltwintergarten ist unbeheizt und nicht isoliert. Er dient meist im Sommer als erweiterter Wohnraum, während er im Winter für die Überwinterung von Pflanzen genutzt wird. Daher genügt eine Einfachverglasung oder Stegplatten in 16 mm Stärke. Die Kosten für einen Kaltwintergarten sind dementsprechend am niedrigsten, günstig ist er dennoch nicht.  So bewegen sich die Kosten für einen Wintergarten von 20 qm Fläche zwischen 10.000 und 50.000 Euro. 

Ein Wohn- bzw. Warmwintergarten verfügt hingegen über eine Heizung und Wärmedämmung, wodurch er ganzjährig nutzbar ist. Es kommt eine Mehrfachverglasung bzw. Stegplatten mit mindestens 25 mm Stärke und isolierte Thermoprofile zum Einsatz, um eine möglichst gute Isolierung zu erzielen. Daher können für einen Wohnwintergarten Kosten von 20.000 bis 100.000 anfallen. 

Zu den Kosten für Planung, Materialien und Bau kommen noch weitere Ausgaben hinzu, die auf den ersten Blick nicht sofort ersichtlich sind, aber ins Geld gehen können. Damit Ihnen teure Überraschungen erspart bleiben, sollten Sie diese 5 versteckten Wintergarten-Kosten im Vorfeld bedenken. 

1. Kosten für die Wintergarten-Baugenehmigung

Wenn Sie einen Wintergarten bauen wollen, benötigen Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Baugenehmigung. Welche Vorschriften und Auflagen gelten, ist regional unterschiedlich und bei Nichteinhaltung kann es schnell teuer werden. Am besten informieren Sie sich im Vorfeld bei Ihrer zuständigen Baubehörde. 

Dort erfahren Sie auch, was eine Baugenehmigung kostet. Wie die Gebühren berechnet werden, ist in der jeweiligen Gebührenverordnung geregelt – zu rechnen ist aber in jedem Fall mit einer Mindestgebühr von ca. 200 Euro und 0,5 bis 1 % der Bausumme. Darüber hinaus können weitere Kosten entstehen wenn für den Bau etwa Bäume auf dem Grundstück gefällt werden müssen. 

Achtung: Sollte sich nachträglich etwas an den Bauplänen ändern, fallen nochmals Gebühren an. Planen Sie daher möglichst sorgfältig und lassen Sie sich im Zweifel immer professionell beraten, um zusätzliche Kosten zu vermeiden. 

2. Betriebskosten für die Wintergartennutzung

Mit der Baufinanzierung für einen Wintergarten allein ist es nicht getan. Denn auch langfristig fallen für einen Wintergarten Kosten an. So können sich die Gebühren für Ihre Versicherung erhöhen, da sich die zu versichernde Wohnfläche um den Wintergarten vergrößert. 

Darüber hinaus müssen bei einem Wohnwintergarten die jährlichen Strom- und Heizkosten einkalkuliert werden. Allerdings liegt hier auch ein energetisches Sparpotential: Ein klug geplanter Wintergarten kann als Klima-Pufferzone dienen und dadurch die allgemeinen Heizkosten im Haus senken. 

3. Kosten für Reinigung und Instandhaltung

Zusätzlich zu den laufenden Kosten müssen Ausgaben für Reinigung und Instandhaltung bedacht werden. Um eine ansprechende und gepflegte Optik zu erhalten, sollten die Glasfassaden mindestens einmal jährlich gereinigt werden. Das können Sie entweder selber machen oder von Profis erledigen lassen. Wenn in Ihrem Wintergarten Holzelemente verbaut sind, müssen diese regelmäßig gestrichen und lackiert werden. 

Zudem können mit der Zeit Sanierungsarbeiten anfallen und das Austauschen von Dämmelementen oder Scheiben notwendig werden. Ein Vorteil von Stegplatten für die Wintergartenverglasung besteht auch darin, dass sie sich ohne großen Aufwand ersetzen lassen und somit Sanierungskosten gering gehalten werden können.   

4. Höhere Kosten für eine gute Energieeffizienz

Ein Wintergarten ist ein kostspieliges Projekt, weshalb jedes Sparpotential verlockend erscheint. Jedoch sollte nicht an einer guten Wärmedämmung und der Qualität der Verglasung bzw. Stegplatten gespart werden. Hochwertige Materialien kosten zwar mehr, doch sie garantieren dafür eine möglichst gute Energieeffizienz. Hier gilt es langfristig zu denken. Zwar sind die Anschaffungskosten zunächst höher, doch sind gute Materialien nicht nur nachhaltig und besser für die Umwelt, sondern schonen auf lange Sicht auch den Geldbeutel. 

5. Kosten für die Wintergarten-Ausstattung

Es erscheint offensichtlich, doch versteckt sich hier ein Kosten-Faktor, der gerne übersehen wird. Damit der Wintergarten wohnlich und zum angenehmen Aufenthaltsort wird, müssen Möbel, Lampen und Pflanzen angeschafft werden. Natürlich dürfen in einem Wintergarten die Pflanzen nicht fehlen, für die jedoch auch noch Erde und Töpfe gekauft werden müssen. Wollen Sie außerdem noch gemütliche Sitzgelegenheiten, vielleicht einen Esstisch zum Frühstücken oder eine stimmungsvolle Lichtinstallation? Wie viel in die Ausstattung investiert wird ist natürlich sehr individuell, kann sich aber auch summieren und sollte daher im Vorfeld mitbedacht werden.

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