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Wellplatten verlegen – so klappt es ganz einfach

Ob Terrassenüberdachung, Carportdach oder Gewächshaus – die Vorteile von lichtdurchlässigen Wellplatten, auch Lichtplatten genannt, machen sie neben Stegplatten zu einem beliebten Baumaterial: sie sind einfach zu verarbeiten und robust. Je nach Material der Wellplatten (Acrylglas, Polycarbonat, PVC oder Polyester) sind sie besonders transparent, außergewöhnlich schlagfest und enorm günstig. Wenn Sie etwa PVC-Lichtplatten verlegen, profitieren Sie beispielsweise von einem geringen Gewicht und einer sehr einfachen Verarbeitung. Polycarbonatplatten verlegen Sie am besten, wenn die Konstruktion besonders robust sein soll. Wenn Sie statt der Wellenoptik ein markanteres Design bevorzugen, sind Trapezplatten eine Alternative: Bei Trapezplatten sind die Wellen abgekantet, was Terrassen-, Carport- und Vordächern eine moderne Optik verleihen kann. 

Wie verlegt man Wellplatten und welche Voraussetzungen für Wellplatten auf dem Dach muss man beachten? Hier erfahren Sie alles Wissenswerte zum Thema Wellplatten verlegen.

Wellplatten – vor dem Verlegen richtig lagern

Wenn Sie nach dem Kauf der Wellplatten nicht sofort mit Ihrem Bauprojekt starten, müssen die Platten zunächst gelagert werden. Dabei gibt es ein paar Dinge zu beachten, damit die Platten keinen Schaden nehmen, sich zum Beispiel verfärben, verformen oder durch Wärmestau Risse bekommen.

So lagern Sie Wellplatten richtig:

  • Direkte Sonneneinstrahlung und Nässe vermeiden, am besten durch Abdeckung mit wasserdichten, lichtundurchlässigen hellen Planen;
  • Optimalerweise in Innenraum lagern;
  • Transportverpackung für Zwischenlagerung entfernen;
  • Auf ebener Unterlage gut belüftet lagern, zum Beispiel auf Holzpaletten;
  • Vor dem PVC-Wellplatten verlegen besonders wichtig: Lagerung im Stapel und gleichzeitige Sonneneinstrahlung kann eine Brennglaswirkung haben und sehr schnell zu Verformungen führen.

Die passende Unterkonstruktion für Wellplatten

Damit sich nach der Fertigstellung Ihres Bauvorhabens keine Spannungsrisse bilden, sollte die Unterkonstruktion aus Materialien bestehen, die unempfindlich gegen Wettereinflüsse wie Temperatur und Feuchtigkeit sind. Am besten eignen sich Leimbinder, auch Brettschichtholz oder Leimholz genannt, oder Metall. Ein vorher angebrachter Schutzanstrich sollte vollständig trocknen bzw. auslüften, da Dämpfe von Lösungsmittel das Material der Wellplatten schädigen kann. Wenn Sie für Leimbinder eine dunkle Lasur verwenden, sollte doch die obere Seite der Unterkonstruktion hell sein, damit keine übermäßige Hitze entsteht, die zu Verformungen oder Verfärbungen führen könnte. Ein hitzereflektierendes Aluband leistet hier gute Dienste. Achten Sie außerdem auf das passende Leimbinder Zubehör.

Wie verbindet man Wellplatten?

Um Wellplatten zu verbinden, werden sie auf jeder zweiten bis dritten Welle verschraubt. Wichtig ist, bei Wellplatten Abstandhalter oder Kalotten zu montieren: Je Quadratmeter sollten die Platten acht bis zehn Mal mit Abstandhaltern oder Kalotten verschraubt werden. Wenn Sie Wellplatten senkrecht montieren, sind keine Abstandhalter oder Kalotten notwendig und die Verschraubung kann im Wellental erfolgen. An Überlappungen empfehlen wir, jede Welle zu verschrauben. So wird verhindert, dass die Wellplatten bei starkem Wind angehoben werden.

Wellplatten befestigen: Tipps für das Bohren

Wenn Wellplatten befestigt werden sollen, müssen entsprechende Löcher gebohrt werden. Hier ist es entscheidend, dass die Bohrlöcher glatt sind, da sich durch ausgebrochene Bohrränder mit der Zeit Risse in den Wellplatten bilden können. Gut geeignet zum Vorbohren ist ein Stufen- oder Kegelbohrer, mit dem Sie ohne Bohrerwechsel Löcher mit unterschiedlichen Durchmessern bohren können. Zum Durchmesser der verwendeten Schrauben müssen ca. 4 mm hinzugerechnet werden – das Bohrloch muss größer als die Schraube sein, um der Ausdehnung der Wellplatten durch Temperaturschwankungen gerecht zu werden.

Übrigens: auch beim Schneiden von Lichtplatten kommt es auf glatte Ränder an. Beachten Sie dazu unsere Tipps zum Thema Wellplatten schneiden.

Wie viel Überlappung bei Wellplatten?

Damit es durch Wind und Wetter nicht zu Schäden an Ihrer Konstruktion kommt, muss die seitliche Überlappung beim Wellplatten montieren entgegengesetzt der Wetterseite erfolgen. Dieses Vorgehen verhindert, dass die Lichtplatten bei Sturm und Regen angehoben und Wasser unter die Platten gedrückt wird.

Wenn Sie Ihr Dach mit einer Längsüberlappung planen, sollte diese 20 cm betragen. Ist das Gefälle größer als 15 ° oder verlegen sie die Platten senkrecht, reichen 15 cm Überlappung aus.

Breiten- und Längsausdehnung beachten!

Wellplatten dehnen sich durch Wärme und Temperaturschwankungen in der Länge und Breite aus. Daher ist es notwendig, das Dehnungsspiel bei der Planung und dem Verlegen von Wellplatten zu beachten. Planen Sie 5 mm pro Meter Platten-Länge/-Breite ein, damit die Ausdehnung nicht dazu führt, dass die Wellplatten an die Hauswand oder andere Konstruktionen stoßen.

Unsere vollständige Verlegeanleitung zum Wellplatten montieren können Sie sich auch hier als PDF herunterladen.

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