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Terrassenüberdachung selber bauen – so einfach gelingt das DIY-Projekt

Eine Terrassenüberdachung als DIY-Projekt? Wieso nicht! Eine geschützte Terrasse zu haben, bringt viele Vorteile mit sich: Ein Dach bietet Schatten und man kann trotz Regen draußen sitzen. Auch die Hausfassade, die Fenster und die Terrasse selbst werden nicht so schnell schmutzig. Wer Kosten sparen und die Terrasse ganz nach den eigenen Wünschen gestalten möchte, kann sich eine Terrassenüberdachung selber bauen. Wir erklären Ihnen, wie das geht und worauf Sie achten müssen, damit das Projekt gelingt.

Terrassenüberdachung selber bauen – was gilt es zu beachten?

Eine Überdachung für die Terrasse selber zu bauen ist leichter, als viele denken. Wer grundlegendes handwerkliches Geschick und Wissen mitbringt, kann sich ohne Probleme an ein derartiges Projekt wagen. Damit Zeit, Energie und Geld jedoch nicht umsonst investiert werden, gibt es im Vorfeld ein paar Dinge zu beachten. 

Ein Terrassendach selbst zu bauen, erfordert sorgfältige Planung

Auch wenn Sie voller Tatendrang stecken und am liebsten sofort loslegen würden – verzichten Sie niemals auf eine gute Planung! Bei einem Projekt dieser Größe kann das sonst für viel Frust, Ärger und unnötige Kosten sorgen. Informieren Sie sich ausführlich über Vor- und Nachteile der verschiedenen Materialien, ob es rechtliche Auflagen gibt und bedenken Sie, welche Bedingungen der Standort mit sich bringt. Überlegen Sie außerdem, ob Sie einen fertigen Bausatz verwenden oder die Konstruktion selbst entwerfen wollen. Unkomplizierter geht es mit einem bereits fertigen Bausatz, der alle passenden Teile beinhaltet und nur noch zusammengebaut werden muss.

Achtung: Wer selbst einen Entwurf gestalten möchte, muss für die statische Sicherheit Sorge tragen und sollte sich die Statik im Zweifel professionell berechnen lassen. 

Die Standortbedingungen untersuchen

Wie sonnig ist es auf der Terrasse, ist sie starkem Wind ausgesetzt oder von Bäumen umgeben, die Äste und Laub verlieren? Die Standortbedingungen müssen sorgfältig in die Planung mit einbezogen werden. Nach ihnen richtet sich die Wahl des Materials und sie geben die Richtlinien für die gesamte Konstruktion vor. So sollten Sie sich überlegen, ob Verschattungen oder ein Windschutz notwendig werden, wie das Regenwasser am besten abfließen kann und mit welchem Aufwand Sie rechnen müssen, um das Terrassendach zu reinigen.  

Einholen einer Genehmigung beim lokalen Bauamt

Auch wenn Sie Ihre Terrassenüberdachung selber bauen, kann das als bauliche Änderung auf Ihrem Grundstück gelten und Sie benötigen unter Umständen eine Baugenehmigung. Dies ist von Region zu Region unterschiedlich. Informieren Sie sich daher im Vorfeld bei Ihrem zuständigen Bauamt – eine Nichtbeachtung der Auflagen kann sonst teuer werden. Im schlimmsten Fall müssen Sie Ihre selbstgebaute Terrassenüberdachung sogar wieder abreißen, wenn Sie gegen grundlegende Auflagen verstoßen. 

Was kostet es, eine Terrassenüberdachung selber zu bauen?

Auch um den finanziellen Aufwand im Vorfeld abschätzen zu können, ist eine präzise Planung im Vorfeld sinnvoll. So können die Kosten für eine Terrassenüberdachung   stark variieren – je nachdem, welches Material oder ob ein bereits fertiger Bausatz verwendet wird, ob Geräte ausgeliehen werden müssen oder Unterstützung durch Handwerker oder fachliche Expertise bei der Planung benötigt wird. Vergessen Sie bei der Wahl des Materials zudem nicht die Kosten mit einzukalkulieren, die Ihnen langfristig entstehen. So benötigt Holz beispielsweise regelmäßige Pflege und Behandlungen, um seine Witterungsbeständigkeit zu behalten. 

Aus welchen Materialien kann ich mein Terrassendach selber bauen?

Ein Terrassendach besteht aus einer Unterkonstruktion und dem Dach selbst. Für die beiden Elemente stehen verschiedene Materialien zur Auswahl. Am häufigsten werden Unterkonstruktionen aus Holz, Aluminium oder Stahl gebaut. Die Dacheindeckung kann durchsichtig oder blickdicht sein und zum Beispiel aus Glas, Polycarbonat oder PVC bestehen. Neben klassischen Glasplatten sind für Terrassendächer auch Stegplatten oder Lichtplatten  beliebt. Welches Material sich am besten eignet, ist von verschiedenen Faktoren abhängig: 

Die Optik: Eine Terrassenüberdachung in gemütlicher Holzoptik mit einem Dach aus opalen Stegplatten wirkt ganz anders als eine moderne Aluminiumkonstruktion mit durchsichtigem Glasdach – hier geben der Baustil des Hauses und persönliche Vorlieben das passende Material vor. Je nachdem, ob die Überdachung blickdicht oder durchsichtig sein soll, stehen beispielsweise opale oder klare Stegplatten zur Auswahl.

Die Verarbeitung: Neben der gewünschten Optik, sollte auch die Verarbeitung bedacht werden, wenn Sie Ihre Terrassenüberdachung selber bauen. Holz ist bei DIY-Projekten besonders beliebt, da es gut zu verarbeiten ist. Doch auch Aluminium oder Stahl sind als Unterkonstruktion möglich, erfordern jedoch spezielles Werkzeug und entsprechende handwerkliche Kenntnisse. Bei der Dachabdeckung fällt die Entscheidung meist zwischen Wellplatten oder Stegplatten, die aus Polycarbonat oder Acrylglas bestehen können und auch von handwerklich begabten Laien verarbeitet werden können.

Die Kosten: Wie bereits erwähnt, sind die verschiedenen Materialien, ihre Verarbeitung und langfristige Pflege unterschiedlich kostenintensiv. So ist Aluminium in seiner Anschaffung beispielsweise teurer als Holz, dafür aber besonders korrosionsbeständig und pflegeleicht. Bei den Holzarten gibt es hinsichtlich des Preises große Unterschiede. Einheimische Hölzer wie die Douglasie sind grundsätzlich günstiger und nachhaltiger als etwa exotische Tropenhölzer. Als besonders stabil und zudem kostengünstig haben sich Leimbinder erwiesen, die industriell aus mindestens drei miteinander verleimten Holzbrettern hergestellt werden. 

Eine Terrassenüberdachung aus Holz selber bauen: So gehen Sie vor

Sie haben sich dazu entschieden, eine Terrassenüberdachung selber zu bauen? Dann gehen Sie folgendermaßen vor: 

1. Planen Sie das Projekt sorgfältig, indem Sie die passenden Materialien auswählen, die Standortbedingungen mit einbeziehen und die einmaligen sowie langfristigen Kosten berechnen.

2. Wenn man eine Terrassenüberdachung selber bauen möchte, ist ein Bauplan hilfreich. Entwerfen und berechnen Sie Ihre Konstruktion, unter Umständen mit fachlicher Unterstützung, oder entscheiden Sie sich für einen Bausatz. Besonders einfach aufzubauen und flexibel einsetzbar sind etwa unsere Baukastensysteme für Komplettdächer.

3. Informieren Sie sich bei Ihrem zuständigen Bauamt, ob Sie eine Genehmigung einholen müssen. 

4. Nachdem alle Planungen abgeschlossen sind, können Sie die Materialien oder den Bausatz bestellen. In unserem Onlineshop finden Sie neben Komplettdächern eine große Auswahl an Leimbindern für die Unterkonstruktion, Stegplatten und Lichtplatten für das Dach sowie passendes Montagematerial und Regenrinnen.  

5. Endlich geht es daran, die Terrassenüberdachung zu bauen. Beginnen Sie zunächst mit der Unterkonstruktion. Für diese Arbeit holen Sie sich am besten Unterstützung von mindestens einer weiteren Person. Eine ausführliche Anleitung, wie eine Unterkonstruktion aus Leimbinder gebaut werden kann, finden Sie hier

6. Wenn der Unterbau steht, kann das Dach montiert werden. Das geht besonders einfach und kostengünstig mit gewellten Lichtplatten. In unserer Anleitung zum Verlegen von Lichtplatten, erfahren Sie wie das geht. 

7. Damit Regenwasser gesammelt abfließen kann, muss eine Regenrinne angebracht werden. Hier finden Sie die passende Anleitung dazu, wie Sie eine Kastenregenrinne montieren. – Fertig ist die selbstgebaute Terrassenüberdachung!

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